Buch-Rezension: Buddha Bowls von Tanja Dusy + 2 Rezepte!

Eins vorweg: Die Rezepte aus dem Buch Buddha-Bowls von Tanja Dusy sind nicht nur lecker, sondern auch kreativ und variantenreich. Ich habe sehr viele davon ausprobiert. Alle Rezepte hier vorzustellen, die mir gefallen, würde den Rahmen sprengen und so beschränke ich mich auf lediglich sieben Mahlzeiten der insgesamt 50 Rezepte. Diese habe ich mehrfach ausprobiert, manchmal auch Zutaten ausgetauscht. Zum Schluss gibt es noch 2 Rezepte aus dem Buch, die unheimlich lecker sind!

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Die Chia-Pudding-Bowl ist einfach abends vorzubereiten und kann am nächsten Tag mit nur wenigen Handgriffen verfeinert und mitgenommen werden. Die Zutaten sind übersichtlich.

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Hier scheinen Porridge und Müsli eine Symbiose einzugehen und die knackig gerösteten Mandeln mit dezentem Kokos geben dem Ganzen noch eine sinnliche Note. Durch die fruchtigen Himbeeren trifft ein sorbetartiger Geschmack dazu. Daraufhin habe ich erst einmal einige Mandeln auf Vorrat geröstet. Dieses Rezept scheint für eine Mahlzeit gedacht zu sein, alle anderen im Buch für 2 Portionen.

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Mein nächstes Frühstück war die Tropical Coconut Bowl. Hier habe ich mich bei der Zubereitungszeit sehr verschätzt. Diese ist leider nicht angegeben und ich fing auch erst an, als ich hungrig wurde.

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Der Reis wird in Kokosmilch gekocht und verströmt einen betörenden Duft. Dieser gibt dem Milchreis einen leicht herben Geschmackseinschlag, der von dem fruchtig-süßen Mango-Kompott wieder aufgefangen und durch die Papaya ausbalanciert wird.

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Obwohl ich schon unheimlich hungrig war, sättigte dieses Frühstück sehr gut und lange, was sicher auch dem cremigen Milchreis zu verdanken war. Währenddessen duftete die Wohnung nach fruchtiger Vanille und geröstetesn Kokosflocken. Ich kann mir dieses Frühstück auch sehr gut als sommerliche Mittagsmahlzeit vorstellen.

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Die Banana-Choc-Bowl ist inzwischen ein Standard-Frühstück bei mir. Mit bereits vorgerösteten Nüssen und etwas Obst als Ergänzung braucht man lediglich noch gereifte Bananen, Nussmus und Milch. Banane und Milch geben die Cremigkeit während herb-geröstete Kürbiskerne auf die unaufdringliche süße Frische der Brombeere und Blaubeere trifft – ein wahrer Genuss am Morgen!

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Die Mediterrane Tomaten Bowl ist mir als Frühstück zu aufwändig; es sei denn, man bereitet sie am Abend zuvor vor. Dies ist eine leichte sommerliche Mahlzeit und der Zitronen-Ricotta ein Gedicht! Warme Kirschtomaten sind immer sehr wohlschmeckend und sehr sättigend und schmecken mit ihrere mediterranen Frische nach Urlaub. Die Aromen der Zitronenschale und des Basilikums bleiben noch lange als Nachgeschmack. Hierzu passt ein Espresso. Oder ein Kater.

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Die Zubereitung der Indian Dal-Bowl ist arbeitsintensiv, 3 Herdplatten sind im Einsatz während gleichzeitig geschnibbelt und vorbereitet wird. Als Belohnung wabern die Düfte von Schalotte, Curry, Gemüsebrühe und Tomate durch die Küche. Ich habe Dal zum ersten Mal zubereitet und es hat meinen Geschmack absolut getroffen! Die Aromadüfte sind appetitanregend und beim Essen kommt man ins Schwelgen.

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Im Rezept ist leider ein kleiner Patzer. Ingwer, Tomate und Limettensaft werden sicherlich zum Dal hinzu gegeben, jedoch fehlt die weitere Verarbeitung im Rezept. Ich habe sie jedenfalls zum Dal hinzu gegeben, war aber doch etwas unsicher weil ich Dal vorher noch nie hergestellt habe.

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Bei der Aphrodites Beauty-Bowl hat mich das Petersilienpesto sehr beeindruckt. Das Aroma der gerösteten Mandeln im fruchtigen Olivenöl mit einem Hauch Knoblauch ist einfach himmlisch und das Pesto für sich ist schon exzellent. Ich habe das Rezept leicht abgewandelt und Couscous mit Hirse ersetzt sowie Spinat durch Feldsalat.

Zutaten

Für das Petersilienpesto
40 g Mandeln
40 g Petersilie (1 kleines Bund)
1/2 Knoblauchzehe
1/2 Bio-Zitrone
80–100 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Für die Paprika
2 rote Spitzpaprika
1/2 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Saft von 1 Orange

Außerdem
125 g Babyspinat
120 g Couscous
200 g Halloumi
Olivenöl zum Braten
2 EL kleine schwarze Oliven

So geht´s
Für das Petersilienpesto Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie leicht bräunen, dann abkühlen lassen. Inzwischen Petersilie waschen, gut trocken tupfen, Blättchen abzupfen und grob zerschneiden. Knoblauch schälen und grob hacken. Zitrone heiß waschen, abtrocknen, Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Mandeln, Petersilie, Knoblauch und 1/2 Teelöffel Zitronenschale mit  2 Esslöffel Zitronensaft und gut der Hälfte Olivenöl pürieren, dann nach und nach so viel Öl
zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Paprika halbieren, putzen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Thymian waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen, darin Paprika und
Knoblauch bei großer Hitze unter Rühren braten, bis der Paprika leicht bräunt. Thymian zugeben, salzen, pfeffern und mit gut der Hälfte Orangensaft ablöschen. Bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten fertig garen, dabei nach und nach übrigen Orangensaft zugeben
– er sollte am Ende vollständig verdampft sein.

Spinat waschen, verlesen und trocken schleudern. Couscous nach Packungsangabe zubereiten. Halloumi trocken tupfen und quer in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Eine Grillpfanne dünn mit Öl bepinseln, erhitzen und den Käse darin beidseitig braten,
bis er leicht gebräunt ist.

Couscous auf Schalen verteilen, darauf den Halloumi und den Spinat verteilen, beides mit Pesto beträufeln. Die Paprika und schwarze Oliven danebenlegen.

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Auch dieses Rezept hat mich wieder sehr beeindruckt und ich konnte es kaumerwarten, wieder ein neues auszuprobieren. Als letztes Rezept möchte ich Sherazades Wunder-Bowl vorstellen, bevor ich noch mein Resümee zum Buch ziehe.

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Zutaten

Für den Safranreis

120 g (Basmati-)Reis
1 TL Butter
2 Msp. Safranpulver
Salz

Für den Minzjoghurt

150 g Joghurt
1 EL gehackte Minzeblätter
1/3 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer

Für das Huhn

2 EL Olivenöl
180 g Hähnchenbrustfilet
Salz, Pfeffer
200 ml Hühnerbrühe
1 1/2 TL Honig
Saft von 1/2 Zitrone
3/4 TL Ras-el-Hanout (arabische Gewürzmischung; aus dem Bio-Laden)

Außerdem

1/2 Granatapfel
1 kleines Bund Brunnenkresse

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So geht`s
Den Reis in ein Sieb geben, kalt abbrausen und abtropfen lassen. Butter in einem Topf schmelzen, Reis zugeben und kurz durchrühren, dann 230 ml Wasser und Safran zugeben. Salzen, aufkochen lassen und zugedeckt bei kleinster Hitze 20–25 Minuten
garen.

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Inzwischen alle Zutaten für den Joghurt verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Kerne aus dem Granatapfel lösen, Brunnenkresse waschen, verlesen, trocken schleudern und klein zupfen.

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Für das Huhn in einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen, darin das Fleisch rundum braun anbraten, salzen und pfeffern. Mit Brühe ablöschen, Honig, gut zwei Drittel Zitronensaft und Ras-el-Hanout einrühren. Das Hähnchenfleisch darin 12–15 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Dann das Fleisch herausnehmen und in Alufolie wickeln. Den Honigsud bei starker Hitze sirupartig einkochen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

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Das Fleisch in Scheiben schneiden. Reis in Schüsseln verteilen, das Fleisch daraufgeben und mit Honigsud beträufeln. Brunnenkresse, Granatapfel und Minzjoghurt ebenfalls auf den Reis geben und servieren.

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Mein Fazit zum Buch Buddha-Bowlslautet, dass jedes bisher ausprobierte Rezept ein Volltreffer war. Die Rezepte sind gegliedert nach Jahreszeiten, Länderküche (Indien, Korea, Asien, Mexikanisch, Russisch) und auch nach Zutaten kategorisiert, wie Kichererbsen, Avocado, Süßkartoffel oder Tofu. Ergänzend findet man Anleitungen für Frühstückstoppings, Pickles, Hummus und Kimchi. Was mir fehlt, ist eine Zubereitungszeit. So habe ich viel zu wenig Zeit für die Zubereitung der Tropical Coconut Bowl eingeplant während andere Frühstücksrezepte in fast 5 Minuten fertig sind.

Das Buch Buddha-Bowlsüberraschte mich an Ideenreichtum und ich probiere immer wieder ein neues Rezept daraus.

Durchs Buch geblättert:

Die Veröffentlichung der Rezepte erfolgt mit freundlichem Einverständnis des Verlags Edition Michael Fischer (Link).

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

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